Wort im Orientexpress - eine Sprachreise nach Deutsch-Absurditstan - im April 2016 zu Gast in Ankara

  

Deutschland gilt als die Lokomotive Europas. Fragt sich nicht nur, wie viele Anhänger die Lokomotive hat, fragt sich auch, wohin die Reise geht. Fahren wir über Griechenland oder überfahren wir Griechenland? Unsere Sprache ist deutsch, unsere Schrift ist lateinisch – und unsere Zahlen sind arabisch.

Aber rechnen Sie nicht mit dem Schlimmsten.

Auf ihrer Reise begegnen sie eingewanderten Wörtern mit arabischen Migrationshintergrund von A wie Alkohol bis Z wie Zenit. Und auch ausgewanderte Deutsche finden sich in der Fremde: dazu braucht es 'Fingerspitzengefühl' (schwedisch) und keine 'Angst' (u.a. im Englischen) – sie machen das auch nicht als 'Besserwisser' (schwedisch). Neben dem klassischen Dreiklang 'Kindergarten', 'Blitzkrieg' und 'Gemütlichkeit' ist 'kaputt' einer der am weitesten gereisten deutschen Flüchtlinge: zum Beispiel im Englischen, Spanischen oder Russischen. Vor Jahren übrigens gewann den Wettbewerb des Goethe-Instituts 'Das schönste deutsche Wort' der Begriff 'Habseligkeiten.

In der globalisierten Welt steht aber auch der Dialekt nicht auf dem Abstellgleis. Das beweist die eingeborene Darmstädterin Evelyn Wendler. Der hochdeutsche Bahnbeamte Peter Hoffmann prallt im Hauptbahnhof von Absurdistan gegen diesen Prellbock - eben typisch deutsch. 

Wie sagte der Lateiner: Ex oriente lux. Frei ins Deutsche übersetzt: Wenn Kabbaratz in Fahrt kommt, dann geht die Sonne auf.

  


 



Zwei richtig schöne Kritiken erreichten uns eben vom Auftritt aus dem tollen Galerietheater in Wolfsburg:  http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Kabbaratz-Wortwitz-und-intelligente-Pointen und hier  http://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article152437940/Zwei-Koenner-des-verbalen-Gedankenspiels.html